Rudolf — Im Schatten des Schwarzen Vogels

In der Welturaufführung von John Schöllgens Historiendrama „Rudolf — Im Schatten des schwarzen Vogels“ spielte Marc-Oliver Teschke den namensgebenden österreichischen Kronprinzen.

John Schöllgens Stück verfolgt das Leben des KuK-Prinzen vom harten militärischen Drill der frühsten Kindestage über die lieblose royale Zwangshochzeit bis zu seiner Affäre mit der ebenso lebhaften wie todessehnsüchtigen Mary Vetsera.
Schon in jungen Jahren wird Rudolf von seinen Eltern, Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth, als Spielball ihrer zerrütteten Ehe von einem Lehrer zum nächsten gereicht. Mal muss er eine harte militärische Erziehung über sich ergehen lassen, mal wird er von Feingeistern in umsichtige Europapolitik eingeführt.
Steter Begleiter ist dabei Schattenseele, eine Erscheinung, die bestrebt scheint, ihren Rudolf in immer tiefere Schwierigkeiten zu manövrieren.
Der Ehe mit Stephanie von Belgien entflieht Rudolf zunächst in die Arme seiner Lieblings-Hure Mizzi. Eines Abends, auf einem Ball, ereignet sich die schicksalhafte Begegnung mit Mary Vetsera, die seine Faszination mit dem Tod anzufachen weiß.
Während Rudolf mit seinem politischen Bestreben, den Völkern Österreich-Ungarns mehr Freiheiten einzuräumen, bei seinem Vater immer weiter in Ungnade fällt, wächst in ihm das fatale Gefühl von Macht- und Ausweglosigkeit.
Auf dem Jagdschloss Mayerling erschießt Rudolf zunächst Mary, und — in den Armen seiner treuen Begleitung Schattenseele — schließlich sich selbst.

Neben vielen saftigen Dialogen und Monologen, in die die Schauspieler tief hinein beißen können, fordert das Stück gerade den Hauptdarsteller Marc-Oliver Teschke durch seinen erzählten Zeitrahmen. Das Stück beginnt mit Rudolfs Tod, springt dann zurück in seine Jugend und springt linear durch wichtige Momente aus Rudolfs Leben. So können in den wenigen Sekunden zwischen zwei Szenen fünf oder zehn Jahre vergangen sein; Jahre, in denen sich Rudolfs geistige und körperliche Verfassung teils dramatisch verändert haben — meist zum Schlechteren. Der stete Tanz zwischen erdrücktem Widerwillen, enthusiastischer Rebellion, brennender Leidenschaft, bitterem Humor und fataler Depression fordert den Darsteller mit jeder Faser, um eine überzeugende Leistung zu erbringen.

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Rollen

Rudolf, Kronprinz von Österreich-Ungarn

Autoren

John Schöllgen