Spürt ihr, wie etwas neu beginnt?

Der Gong ertönt für das Theaterjahr 2018
Das Skript von High School Musical, fotografiert bei der ersten Lesung

Mit einer halben Stunde Yoga für den Rücken und einer heißen Dusche endet das erste Wochenende meines neuen Theaterjahrs.1

An den vergangenen zwei Tagen fanden die ersten Proben für „High School Musical“ statt. Im September wird das Stück im Globe in Neuss im Rahmen der Neusser Musicalwochen Premiere feiern.

Eine lange Zeit, mag man denken. Aber angesichts der Tatsache, dass im Laufe dieser Zeit über 100 Seiten Stück inszeniert, 18 Lieder einstudiert und 11 Choreographien auf die Beine gestellt werden wollen, sind die siebeneinhalb aktuell verbleibenden Monate plötzlich verschwindend kurz.

In diesem Jahr soll Großes gescheh’n

Nach den Castings für Tanz, Gesang und Schauspiel im vergangenen Dezember fand am gestrigen Samstag die erste Leseprobe statt. Hier wurde auch die lange erwartete Rollenverteilung bekanntgegeben. Zur großen Überraschung aller darf ich als einziger Mann über Dreißig im Ensemble Jack Bolton geben, Basketball-Coach und Vater von Hauptfigur Troy. Die Trillerpfeife ist bereits bestellt!

Anfangs herrschte allgemeines Schmunzeln über die ungewohnte deutsche Fassung der aus den Filmen bekannten Lieder. Doch alle Beteiligten sind heiß darauf, selber in die Welt des Disney-Hits einzutauchen und auch in diesem Jahr ein besonderes Musicalerlebnis nach Neuss zu holen.

Am Sonntag ging es direkt weiter mit der ersten Choreo-Probe. Über vier intensive Stunden und fast 2200 verbrannte Kalorien später durfte ich mich in den wohlverdienten Feierabend verabschieden. Jetzt warte ich auf den drohenden Muskelkater, der mir den Wochenstart versüßen wird.

In diesem Jahr werd’ ich es schaffen, werd’ es machen, ganz klar!

Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr nach langer Pause wieder mit dem Bloggen anzufangen. Damit verfolge ich mehrere Ziele:

  1. Der Blog soll mir selber als lebender Notizblock für meine Arbeit dienen. Im Laufe des Jahres steht jede Menge Theaterkram abseits des Musicals an. Das Dead Parrot Theare führt bald schon sein nächstes Stück auf. Im Sommer geht es nach langer Pause eventuell zurück zu einem alten dänischen Freund. Irgendwann werde ich also heilfroh sein, auf die hier gesammelten Gedanken zurückgreifen zu können, um nicht völlig den Überblick zu verlieren.
  2. Vielleicht kommt mir im Laufe der Zeit auch ein vernünftiger Gedanke. Zu einem Stück. Zu einer Rolle. Zur Theaterarbeit an sich. Und irgendeine verlorene Seele da draußen im Netz stößt auf ihren Irrfahrten ausgerechnet auf diesen Gedanken. Und ihr ist damit geholfen. Damit wäre eigentlich schon alles erreicht.
  3. Es hat mir einfach gefehlt, meine Überlegungen irgendwo in geordneter Form aus meinem Kopf heraus lassen zu können.

Jetzt husche ich erst einmal zur Liebsten. Und ab nächster Woche wird der Coach auseinandergenommen und Text gelernt!

Bis bald!

#1: Ja ich weiß, ich habe das Jahr bereits Mitte Januar mit der Wiederaufnahme von „Mängelexemplare sind auch nur Menschen“ begonnen! Aber da dieses Stück seine Premiere im vergangenen Jahr hatte, und im Sinne des Narratives dieses Posts, zähle ich das Mängel-Wochenende schlicht nicht mit! #ethicsintheateregoblogging